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Digitale Sprechstunde Mittwoch, 11. August von 20 Uhr bis 21.30 Uhr

KLIMASCHUTZ KONKRET IM PEINER LAND

Was können wir für einen klimaneutralen Landkreis Peine tun?

Digitale Sprechstunde mit Stefanie Weigand (Die Grünen),

Dr. Julia Verlinden (Bundestagsabgeordnete Die Grünen),

Christoph Schramke (Geschäftsführer WindStrom, Edemissen/LK Peine)

Ein Mitglied von “Fridays For Future” Peine.

Mittwoch, 11. August von 20 Uhr bis 21.30 Uhr. Teilnahme per Videolink; Anmeldung unter kreisverband@gruene-peine.de

Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Möser, Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion und Mitglied des Grünen-Kreisverbandes Peine.

Wie lässt sich Klimaschutz konkret vor Ort voranbringen? Was können wir für ein klimaneutrales Peiner Land tun? Um diese Fragen geht es in der 7. Digitalen Sprechstunde von Stefanie Weigand, der Grünen-Kandidatin für das Amt der Peiner Landrätin. Als Gäste sind dabei die Bundestagsabgeordnete und Umweltexpertin Dr. Julia Verlinden (Die Grünen), Christoph Schramke, Geschäftsführer von WindStrom aus Edemissen und ein Mitglied der Klimaschutz-Bewegung „Fridays For Future“ aus Peine. Wie immer sind alle Interessierten herzlich per Videolink eingeladen. Der Link zur Registrierung  ist erhältlich über die Geschäftsstelle oder die Homepage (www.gruene-peine.de).

„Die Klimakrise ist mittlerweile auch im Peiner Land deutlich spürbar: Hitzesommer und Wasserknappheit sind einige der Folgen, aber auch Starkregenereignisse werden uns zunehmend zu schaffen machen. Bezwingen können wir sie nur in einem globalen Kraftakt. Beginnen müssen mir aber auch hier. Dafür ist eine konsequente Klimapolitik erforderlich. Deshalb wollen wir auch für unsere Region offiziell den Klimanotstand ausrufen. Dann werden künftig alle Maßnahmen auf ihre Klimabilanz überprüft, kommunale Gebäude werden zügiger klimaneutral. Der Landkreis erstellt ein wirksames Klimaschutzkonzept. Die Klimaschutzagentur wird ausgebaut. Denn das Ziel ist ehrgeizig: Gemeinsam mit den Gemeinden wollen wir den Landkreis bis 2035 klimaneutral machen. Das muss unser Beitrag dafür sein, um das weltweite1,5-Grad-Ziel zur Begrenzung der Klimaerwärmung zu erreichen“, umreißt Stefanie Weigand die klimapolitischen Ziele für das Peiner Land.
Was heißt das konkret? Welche Möglichkeiten hat ein Landkreis? Was muss sich im Bund und im Land ändern, damit auch vor Ort Veränderungen möglich sind? Hierzu wird insbesondere die Bundesabgeordnete Dr. Julia Verlinden den notwendigen Handlungsbedarf erläutern. Ein Schwerpunkt der Diskussion wird die Energieversorgung sein und die Frage, wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangehen kann. Über die Hindernisse für den Ausbau der Windkraft berichtet Christoph Schramke von dem in Edemissen ansässigen Unternehmen WindStrom. Dass die Zeit drängt beim Kampf gegen den Klimawandel, machen besonders Millionen junge Menschen in aller Welt deutlich, die mittlerweile seit drei Jahren vorzugsweise freitags auf die Straßen gehen – auch wiederholt in Peine. Deshalb wird auch die Peiner Gruppe der Klimaschutz-Bewegung „Fridays For Future“ in der Diskussionsrunde vertreten sein, um deutlich zu machen, was die Erwartungen ihrer Generation an die Politik sind.


Klimaschutz – konkret im Peiner Land 

Ein brandaktuelles Thema, sachkundige Gäste und ein großes Publikum, das sich rege beteiligte: Auch die 7. Digitale Sprechstunde der Landratskandidatin Stefanie Weigand war ein voller Erfolg.

So freute sich Dr. Julia Verlinden, grüne Bundestagsabgeordnete und energiepolitische Sprecherin, über den „Brückenschlag“ zwischen Bundes- und Kommunalpolitik. „Die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen – das ist Aufgabe des Bundes“, stellte sie klar. Auch sollten bürokratische Hürden für die Gründung von Bürgergenossenschaften abgeschafft und Bürgerprojekte im Bereich von erneuerbaren Energien durch Mittel aus einem Bürger-Energie-Fonds unterstützt werden, wie es ihn in Schleswig-Holstein bereits gibt.

Die Peiner Gymnasiastin Marlene Horrmann, Aktivistin bei Fridays For Future, sprach sich dafür aus, den Klimanotstand auszurufen und junge Menschen an politischen Entscheidungen mehr zu beteiligen. „Außerdem muss die Klimaschutzagentur des Landkreises verstärkt werden und noch viel mehr Aufklärung betrieben werden“, ergänzte sie.

Christoph Schramke, Geschäftsführer der Windstrom GmbH aus Edemissen, musste leider kurzfristig absagen. Er hatte jedoch eine schriftliche Stellungnahme zur energiepolitischen Lage zur Verfügung gestellt, aus der Moderator Andreas Möser zitierte. Die Firma Windstrom hebt darin besonders die Probleme mit den langwierigen Genehmigungsverfahren hervor, Außerdem fordert das Unternehmen einheitliche Verfahren, die Doppelprüfungen überflüssig machen, und ein Monitoring über den Fortschritt des Ausbaus von Windenergie.

Roland Kretschmer, Geschäftsführer der Kretschmer Energie Consulting GmbH in Peine, schloss sich dem an und schlug zudem obligatorische Solaranlagen bei Neubauten vor. „Es gibt im Landkreis so viele Hallen mit großen Dächern – wieso sind die nicht mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet?“ fragte er sich.

Stefanie Weigand berichtete dem staunenden Publikum, dass der Landkreis Peine im Jahr 2010 einen Preis als klimafreundliche Kommune gewonnen hat. Außerdem verwies sie auf das Klimaschutzkonzept des Landkreises, das zwischen 2010 und 2021 erstellt wurde und 2013 vom Kreistag verabschiedet wurde und schon etliche der Vorschläge und Forderungen enthält, die von den Gästen geäußert wurden – inklusive der Einrichtung eines Jugendparlaments! Stefanie Weigand forderte, endlich zu handeln und dieses Konzept nicht weiterhin in Schubladen verstauben zu lassen, sondern es zügig umzusetzen. „Eins ist klar“, betonte sie, „die Folgen des Klimawandels werden sehr viel teurer als alle Investitionen in Klimaschutz es jemals sein könnten.“

Nach der Diskussion der Publikumsfragen und den Schlussworten der Gäste schloss die Veranstaltung mit der einmütigen Forderung, dass die Politik nicht länger zögern darf und umgehend handeln muss.


Arbeit der Zukunft – Wie schaffen wir die sozial-ökologischen Veränderungen im Landkreis Peine?

Digitale Sprechstunde mit Stefanie Weigand (Die Grünen), Brigitte Betensted (Die Grünen) und Michael Kleber (DGB Südostniedersachsen, Geschäftsführer) am Mittwoch, 21.07.2021 von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr. Moderiert wird die Veranstaltung von Heiko Sachtleben, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag und Schatzmeister des Landesverbandes von Bündnis 90/ Die Grünen.

Wie bleibt der Landkreis Peine auch in Zukunft für viele ein Ort der Arbeit? Darum geht es in der 6. Digitalen Sprechstunde der Grünen-Kandidatin für das Amt der Landrätin, Stefanie Weigand, zu dem alle Interessierten herzlich per Videolink eingeladen sind.

„Unser Landkreis ist geprägt durch einen Mix an Industrie, Landwirtschaft, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistung. Dabei hat die Corona-Pandemie auch im Bereich der Arbeit für starke Veränderungen gesorgt, denn die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2020 deutlich angestiegen. Zudem sind die Veränderungen, die sich durch den digitalen Wandel ergeben, eine zusätzliche Herausforderung für unseren Arbeitsmarkt vor Ort“, erklärt Weigand. Mit dabei sind Michael Kleber, Geschäftsführer des DGB Region SüdOstNiedersachsen und die Grünen-Kandidatin für das Bürgermeisterinnenamt in Ilsede, Brigitte Betensted. „Als langjährige Betriebsratsvorsitzende eines großen Verlages beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren mit den Veränderungen in der Arbeitswelt. Begleitung und Moderation von Veränderungsprozessen, sogenanntes Change Management, gehören dabei zu meinen Aufgaben“, berichtet die Gadenstedterin aus ihrem beruflichen Alltag.

In der Diskussion soll es sowohl um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im Peiner Land gehen, als auch um die Anforderungen und Chancen für die notwendige soziale und ökologische Transformatione der Wirtschaft und damit auch der Arbeitsplätze. „Der Wandel ist bereits in vollem Gang. Wir brauchen Arbeitsplätze, die nachhaltig und zukunftssicher sind. Um dabei den notwendigen Anforderungen gerecht werden zu können, müssen regionale Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen und ausgebaut werden. Unser Ziel ist, dass Einwohner*innen den Landkreis nicht mehr zwingend verlassen müssen, um ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Co-Working-Spaces und flexible Arbeitsplätze sowie ein lückenloses Datennetz sind dafür nötig. Aber auch für die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen brauchen wir bessere Bedingungen und verlässliche sowie ökologische Mobilitätskonzepte. Gerade Frauen werden aktuell am Arbeitsmarkt benachteiligt, das darf so nicht bleiben“, bezieht sich Weigand auf das Arbeitsmarktprogramm 2021 des Landkreises Peine. „Die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, sind groß. Die Entwicklung von qualifizierten und hochqualifizierten Arbeitsplätzen im Bereich der neuen Technologien; Unterstützung für die Betriebe, damit sie auch weiterhin ausbilden können; aber auch eine angemessene Reaktion auf den Zuwachs von Menschen im Leistungsbezug des zweiten Sozialgesetzbuch (Hartz IV); schließlich passgenaue Angebote gerade für junge Menschen mit sogenannten Vermittlungshemmnissen“, benennt Weigand die Themen des Abends.

Der Link für die Registrierung zur Videokonferenz ist erhältlich per E-Mail an kreisverband@gruene-peine.de.

Stefanie Weigand einstimmig als Landrätin für den Kreis Peine nominiert Grüne wollen im Kreistag deutlich zulegen – Versammlung Corona-bedingt auf grüner Wiese

Die Grünen haben Stefanie Weigand aus Ilsede offiziell als Landrätin für den Kreis Peine nominiert. Einstimmig bestätigte die Mitgliederversammlung am Sonntag in geheimer Wahl die 55jährige, die im vergangenen Herbst ihre Kandidatur angekündigt hatte. Zugleich wählten die Grünen die Kandidierenden für den Kreistag. Die Grünen rechnen sich bei den Kommunalwahlen im September im Peiner Land gute Chancen aus, deutlich stärker im Kreistag vertreten zu sein als mit bisher vier Mandaten.

Weigand stellte als zentrale Themen neben Klimaschutz, Artenvielfalt und Naturschutz als ihren persönlichen Schwerpunkt die sozialen Themen heraus. „Es geht darum, den Landkreis Peine klimaneutral, sozial gerechter und auch wirtschaftlich zukunftsfähig zu machen. Dafür steht unser Wahlprogramm und dafür kämpfen wir engagiert und mit unserer stark gewachsenen Basis“, betonte Weigand.

Aufgrund der Corona-Auflagen verlegten die Grünen die Wahlversammlung ins Freie. Auf

einer grünen Wiese in Ilsede diente ein gut durchlüftetes buntes Zelt als Versammlungsort für knapp 40 Mitglieder. Insgesamte nominierten die Grünen in den fünf Wahlbereichen 30 Kandidierende für den Kreistag. Als Nummer eins wurden mit jeweils großer Mehrheit für den Kreistag folgende Personen gewählt: Rosemarie Waldeck (Wahlbereich I Edemissen/Wendeburg), Stefanie Weigand (Wahlbereich II Hohenhameln/Ilsede), Claudia Wilke (Wahlbereich 3 Lengede/Vechelde), Christian Falk (Wahlbereich IV Peine-West), Doris Maurer-Lambertz (Wahlbereich V Peine Ost).

„Wir haben eine gute Mischung aus kommunalpolitisch erfahrenen und neuen Grünen-Mitgliedern“, erklärte Claudia Wilke, zusammen mit Weigand Vorsitzende der Peiner Grünen. „Viele Menschen im Peiner Land warten darauf, dass auch bei uns die Zukunftsthemen angepackt werden. Wir haben dafür gute Vorschläge und mit Steffi Weigand eine hervorragende Kandidatin als Landrätin.“

Weigand bekräftigte, ihr Ziel für die Wahl der Nachfolge für den scheidenden Landrat Franz Einhaus, sei in jedem Fall einer der ersten beiden Plätze. „Bei der Stichwahl zwei Wochen später ist dann alles drin“, betonte sie. Auf die Frage in der Mitgliederversammlung, wie sie ihre Rolle als Landrätin sehe, erklärte Weigand: „Die Verwaltung des Landkreises braucht keine Königin. Mir geht es um einen neuen Teamgeist in der Landkreisverwaltung. Dazu gehören flache Hierarchien, mehr Selbstverantwortung und Vertrauen in die Fähigkeiten der Fachteams in der Verwaltung.“

Sicherer Hafen im Landkreis Peine

Liebe Freund*innen, liebe Interessierte, Mitglieder und Gäste,

Digitale Sprechstunde der Landratskandidatin Stefanie Weigand, 02.06.2021 von 19:30 Uhr bis 21.00 Uhr.

Diesmal mit dabei:

  • Filiz Polat; Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, u.A. Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
  • Walter Faerber; Pastor a.D. aus Groß Ilsede
  • Fatima Habash, Betriebswirtschaft (B.A.) aus Syrien, die seit 2015 im Deutschland lebt

2015/2016 kamen auch im Landkreis Peine etliche Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten an, die ihre Heimat verlassen mussten. Mittlerweile haben viele von ihnen bei uns Fuß gefasst. Durch den sog. „Türkei-Deal“ wurde die Balkanfluchtroute unterbrochen und aktuell ist es fast unmöglich, die „Festung Europa“ überhaupt noch zu erreichen. Das lässt den Trugschluss zu, dass weniger Menschen weltweit auf Hilfe und Zuflucht angewiesen sind, doch das Gegenteil ist der Fall. Fast täglich erreichen uns Nachrichten von Geflüchteten, die im Mittelmeer ertrunken sind und die Lager auf den griechischen Inseln, in denen Kinder und Erwachsene seit Monaten, teils Jahren, ausharren, sind völlig überfüllt. Hilfsschiffe werden blockiert, ihre Arbeit fast unmöglich gemacht.

Wie können wir hier in Peine dazu beitragen, dass wir unserer Verpflichtung zur Hilfe besser nachkommen können? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus, wenn wir uns als Kommune zum „Sicheren Hafen“ erklären? Und welche Bedingungen brauchen Menschen mit Fluchterfahrungen, um bei uns gut ankommen und sich integrieren zu können?

Diesen Fragen wollen wir in der nächsten thematischen digitalen Sprechstunde nachgehen und laden dazu alle Interessierten herzlich ein.

Moderiert wird die Diskussion wieder von Heiko Sachtleben, Grüner Fraktionsvorsitzender im LK Peine. 

Die Kandidatin freut sich auch zu dieser Sprechstunde wieder auf zahlreiche Interessierte, für deren Fragen ausreichend Zeit vorhanden sein wird. Mehr Informationen und die Möglichkeit, sich für die Veranstaltung registrieren zu lassen, unter https://zoom.us/meeting/register/tJYocOuhpj4sE9GbOWqGJ58ihFMOtAEpyI78

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Meeting.
Gerne kann die Einladung an Interessierte weitergeleitet werden.

Thema Inklusion – Digitale Sprechstunde mit Stefanie Weigand und Katrin Langensiepen, MdEP

„Wenn wir über Inklusion reden, dann muss es um mehr gehen als nur darum, Gebäude mit Aufzügen und Rampen auszustatten“, erklärt Weigand im Vorfeld. „Über Schulen müssen wir sprechen, denn seit Jahren steigen die Zahlen der Kinder, bei denen schon während der Schuleingangsuntersuchungen Förderbedarfe festgestellt werden. Mit Beispielen aus der Praxis wollen wir zeigen, wie Inklusion in Schulen gelingt. Der Landkreis ist als Schulträger für alle Förder- und Sekundarschulen in der Verantwortung. Hier muss mehr für die Schulen getan werden, um dem Rechtsanspruch auf inklusive Beschulung überall gerecht werden zu können. Wir wollen aber auch über alle anderen gesellschaftlichen Bereiche sprechen. Dabei spielt die Arbeitswelt eine herausragende Rolle. Die Kreisverwaltung ist mit über 1000 Mitarbeiter*innen der größte Arbeitgeber im Landkreis. Wie wird dort derzeit Inklusion ermöglicht und gelebt? An welchen Stellschrauben muss nachgebessert werden?“ Ergänzend fügt Weigand hinzu: „Barrierefreiheit muss für alle Menschen mit besonderen Bedarfen und in allen Lebenswelten erreicht werden. Niemand darf aufgrund seiner Einschränkungen diskriminiert werden, Teilhabe muss für alle möglich sein. Inklusion bedeutet, dass sich nicht die Menschen an ihr Umfeld anpassen müssen, sondern dass das Umfeld für die Menschen passend gemacht werden muss. Und zum Umfeld gehört auch das soziale Miteinander“. Aufgrund der Corona-Lage muss auch diese Veranstaltung online stattfinden. Neben der Abgeordneten Langensiepen und der Landratskandidatin werden noch weitere Expertinnen die fachliche Runde ergänzen, wobei viel Raum für Fragen der Teilnehmer*innen vorhanden sein wird.


14.04.2021

Pressemitteilung zur Diskussion um die „Clan-Kriminalität“ in Peine im Kontext zu den weltweiten Rassismus-Demonstrationen von Ortsverband und Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen

Genauso muss aber auch sichergestellt werden, dass keine Vorverurteilungen stattfinden dürfen. Gerade die aktuelle „Black-Lives-Matter“- Bewegung macht deutlich, wie weitverbreitet Racial Profiling, also eine Vorverurteilung aufgrund der Zugehörigkeit von Personen zu den „People of Colour“ (PoC) ist. Nicht nur in den USA, sondern auch hier in Deutschland haben wir ein Rassismus-Problem, wie aktuell viele Berichte und Fotodokumentationen von polizeilichen Übergriffen anlässlich der jüngsten Antirassismus-Demonstrationen speziell gegen PoC`s in Berlin beweisen.

Zu der aktuellen Debatte um die Bedrohung einer Polizeibeamtin in Peine fragt Stefanie Weigand, Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen in Peine: „Wenn Teile einer (christlichen) Landtagsfraktion eine konkrete Anfrage an die Landesregierung nach der Nationalität von „Clan-Mitgliedern“ stellen, ist das weit von einem Neutralitätsgebot entfernt. Ein echter Widerspruch wird daraus, wenn Herr Plett in einem Pressegespräch gleichzeitig betont, dass sich Vorverurteilungen gegen bestimmte Menschengruppen verböten. Im selben Atemzug will er die Zuordnung zu „besonderen Gruppen“ wissen, damit dann die CDU auf dieser Grundlage die Basis für Maßnahmen zur Eindämmung von Clan-Kriminalität in Peine legen kann?“ In diesem Zusammenhang weist sie auf das Berliner Beispiel hin, wo organisierter Kriminalität mit der Beschlagnahmung von Immobilien begegnet wird und was sich scheinbar als erfolgreiche Maßnahme erweist. „Da kann sich die CDU doch auch inspirieren lassen“, merkt sie an.

Udo Meyer, Sprecher des Ortsverbandes der Grünen ergänzt: „Nicht nur, dass der betroffenen Beamtin sicherlich durch die öffentliche Debatte ein Bärendienst erwiesen wird, sondern hier wird auch permanent in laufende polizeiliche Ermittlungen eingegriffen. Gesetzliche Grundlagen schafft die Legislative, für die Umsetzung sind Exekutive und Judikative zuständig. Nennt man Gewaltenteilung und darauf fußt unsere Demokratie. Bedrohungen erfüllen den Tatbestand einer Straftat. Wenn sie auch noch mit Sachbeschädigung einhergehen, kommen weitere Tatbestände hinzu.“, stellt Meyer fest. Er ist sich sicher: „Natürlich ist hier der Rechtsstaat gefordert und der Fall der bedrohten Polizistin muss aufgeklärt werden. Bei der Ermittlung und Strafverfolgung der Täter dürfen aber weder Ethnie, noch Geschlecht oder sonstige Merkmale eine Rolle spielen. Zudem ist es gerade in einer Kleinstadt wie Peine fatal, wenn alle Angehörigen von Großfamilien unter Generalverdacht gestellt werden. Auch wenn sich mehrere Familienmitglieder gemeinsam kriminell verhalten, so bedeutet das noch lange nicht, dass ALLE Mitglieder der Familie kriminell sind. Mit dieser Art von Vorannahmen und Vorverurteilungen wird ein weiterer Beitrag zur Spaltung innerhalb unserer Gesellschaft geleistet und junge Menschen werden eher in die Kriminalität getrieben, statt dass sie gleichwertige Chancen erhalten. Außerdem werden hier rassistische Vorurteile geschürt, die anschließend wieder deutsche Nationalisten auf den Plan rufen. Diese Polarisierung müssen wir überwinden, denn wir sind eine diverse Gesellschaft- und das ist gut so!“ schließt Meyer die Position der Grünen ab.

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Distanzierung zu Boris Palmer

Wir wissen alle, welche erheblichen Konsequenzen der aktuelle Shut-Down für jede*n in diesem Land, auf diesem Kontinent und auf dieser Welt hat. Und auch wir sind, mehr oder weniger, alle selbst betroffen. Familien gehen am Stock, Menschen verlieren ihre Arbeit und ihr Einkommen, das soziale Leben, das einer der wichtigsten Bestandteile unseres menschlichen Daseins ist, ist kaum möglich. Eine Rezession ist unausweichlich. Trotzdem haben wir als Partei in diesem Fall von Anfang an hinter den Maßnahmen der Regierung gestanden, auch wenn sowohl unsere Landtags- als auch unsere Bundestagsfraktion besonders im sozialen Bereich Nachbesserungen fordert. Wir vertrauen anerkannten Wissenschaftler*innen in unserem Land und weltweit nicht nur in Bezug auf den Klimawandel und das Artensterben, sondern auch bezüglich eines Virus.

Für uns Grüne ist jedes Menschenleben schützenswert, egal, in welchem Lebensabschnitt. Dazu stehen wir.

Beste Grüße, Claudia und Steffi